90% der Kinder halten den Stift falsch.

Bei uns lernen sie wie es richtig ist.

Der Zeigefinger ist der Schreib-Finger und der Stift sein "Gehilfe".

Was sagt die Hirnforschung zu schlechter Handschrift?

Die sagt, dass schlechte Handschriften keine Veranlagung sind und dass es die grafomotorische Störung bzw. "Schreibschwäche" nicht geben würde, brächte man den Kindern Schreiben gleich richtig bei. Kinder lernen immer nur das, was ihnen angeboten wird. Die "Störungen" und "Schwächen" werden ihnen erst durch falsche Information antrainiert. Gehirne nehmen, was kommt und verschalten.

Das bedeutet, Schüler machen keine falschen Schreibbewegungen, sondern nur die, die sie gelernt haben (oder sich selbst beibringen mussten). Sie hatten vorher keine Störung, aber hinterher auch nicht und ganz gewiss handelt es sich um keine krankhafte Veranlagung. Erwachsene müssen bei Kindern das korrigieren, was ihnen selbst zuvor falsch beigebracht haben. Deutlicher noch: Wer Schulanfängern Druckschrift malen als Schreiben lernen verkauft und es kurz darauf wieder verbietet, um nun das richtige Schreiben zu lehren, der verursacht bei Kindern Schrei(b)krämpfe.

(Leseprobe aus dem Handschrift-Ratgeber Lesbar schreiben [Seemann-Verlag])