Seit über 40 Jahren ist der Schreibunterricht an Grundschulen kein Pflichtfach mehr. Die Kinder werden beim Schreibenlernen sich selbst überlassen.

7,5 Millionen Berufstätige und 3 Millionen Schulpflichtige können nicht lesbar schreiben. Sie werden "funktionale Analphabeten" genannt.

Vor allem die Anwendung der Vereinfachte Ausgangsschrift (in Kombination mit Druckschrift als Erstschrift) führte zu dramatischem (Recht-)Schreibverfall an den Grund- und Sekundarschulen.

Schreibschrift ist Intelligenztraining und eine intellektuelle Lerntechnik. Jahrhunderte lernten die Schulkinder (siehe Foto ca. 1930) sogar vier bzw. acht Schriftvarianten: Jetzt darf es nur noch EINE sein?

Die "gebrochenen" Schriften Fraktur-Druckschrift (zum Lesen in groß und klein) und die "Deutsche Schrift" bzw. Sütterlin (zum Schreiben in groß und klein), die lateinische Druckschrift (zum Lesen in groß und klein) lateinische Schreibschrift (zum Schreiben in groß und klein). 

2011: Handschrift aus der Lateinsiche Ausgangsschrift im zweiten Schuljahr